Chro­nik der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr Lengs­dorf

Kurz­fas­sung

Im Juni 1907 gründen 24 Männer aus Lengsdorf die Freiwillige Feuerwehr. Erster Brandmeister (Wehrführer) wird Wilhelm Höscheler. Jakob Nettekoven wird sein Stellvertreter.

1925 wird Wilhelm Wirtz zum Wehrführer gewählt.

1933 übernimmt Jakob Hoffmann das Amt des Wehrführers.

1937 folgt Hubert Henseler als Wehrführer.

1951 tritt Hubert Henseler als Wehrführer zurück und Peter Nettekoven wird sein Nachfolger.

Am 3. August 1959 kommt es in Lengsdorf zu einem Großbrand. Gegen 23:00 Uhr bricht das Feuer in zwei benachbarten Bauernhöfen aus. Die durch den Brand vernichtete Ernte und die Maschinen haben einen Wert von ca. 30.000 DM.

Am 12. Dezember 1960 erhält die Nachbarwehr Duisdorf ein neues Tanklöschfahrzeug TLF 16. Das bisherige Duisdorfer LF 8 wird bei der Freiwilligen Feuerwehr Lengsdorf in Dienst gestellt.

Im November 1963 kommt es durch rutschende Erdmassen zu einem großen Wasserstau des Katzenlochbaches. Neben den Feuerwehren aus Lengsdorf, Duisdorf, Röttgen und After ist hier auch eine Pioniereinheit der Bundeswehr im Einsatz. Durch die gute Zusammenarbeit von Feuerwehr, Rotem Kreuz und Bundeswehr kann verhindert werden, dass ca. 12.000 m³ Wasser die Straßen Lengsdorf überfluten.

Im April 1964 übernimmt Helmut Behrens die Wehrführung.

1965 wird in Lengsdorf die Jugendfeuerwehr gegründet.

1969 wird in NRW eine kommunale Neugliederung durchgeführt: Die Städte Bonn, Bad Godesberg und Beuel werden am 1. August zur kreisfreien Stadt Bonn zusammengelegt. Hinzu kommen u.a. sechs Gemeinden des bisherigen Amtes Duisdorf: Buschdorf, Duisdorf, Ippendorf, Lengsdorf, Lessenich und Röttgen. Die Freiwilligen Feuerwehren der bisher selbstständigen Gemeinden werden als Löschzüge in die Feuerwehr Bonn übernommen. Löschzugführer des Löschzugs Lengsdorf wird der bisherige Wehrführer Helmut Behrens.

Am 27. November 1971 wird das neue Feuerwehrhaus Im Mühlenbach 54 eingeweiht. Die bisherige Unterkunft befand sich neben dem Lengsdorfer Vereinshaus, wo heute das Haus Im Mühlenbach 20 steht.

Im Dezember 1976 wird Werner Große-Allermann von Branddirektor Heinz Diekmann zum Löschzugführer ernannt.

1979 wird Peter Winter zum Löschzugführer gewählt. Im April 1979 erhält die Einheit Lengsdorf ein neues Löschgruppenfahrzeug (LF 8). Zum Fuhrpark gehören in diesem Jahr zudem ein Tanklöschfahrzeug (TLF 8) und ein „Hilfsrüstwagen“ (HRW).

Die Feuerwehr Bonn führt 1981 die sogenannte „Rufbereitschaft“ ein. Im Wechsel übernehmen die Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr für jeweils eine Woche die nächtliche Einsatzbereitschaft für den gesamten Wachkreis. Für jeden der vier Wachkreise wird ein Tanklöschfahrzeug vom Typ TLF 16/25 beschafft, welches der jeweils diensthabenden Einheit als Verstärkung dient. Die Rufbereitschaft wird zum Vorbild für viele deutsche Feuerwehren.

1982 werden mit Einführung der „stillen Alarmierung“ die ersten Funkmeldeempfänger an freiwillige Feuerwehreinheiten in Bonn ausgegeben. Am 3. und 4. Juli 1982 feiert der Löschzug Lengsdorf sein 75-jähriges Bestehen.

Im Dezember 1984 veranstaltet die Bezirksvertretung Hardtberg erstmals einen gemeinsamen Empfang für die Freiwilligen Feuerwehren Duisdorf und Lengsdorf.

1985 übernimmt Wolfgang Alshut die Führung des Löschzugs.

1990 gründen einige Mitglieder des Löschzugs Lengsdorf den Kegelklub „De Fente“.

Mit der neuen Alarm- und Ausrückordnung der Feuerwehr Bonn werden ab 1999 die Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr Bonn auch tagsüber zu entsprechend gravierenden Notfällen in ihrem Stadtteil hinzualarmiert. Nach einer Erprobungsphase von 6 Monaten wird entschieden, dass es bei der örtlichen Alarmierung bleiben soll. Die 1981 eingeführte nächtliche Rufbereitschaft bleibt aus Gründen der Verstärkung bestehen.

Die Löschzüge Lengsdorf und Bonn-Mitte werden 2001 beauftragt, im Fall eines „Massenanfalls von Verletzten“ (MAnV) den Bonner Behandlungsplatz aufzubauen und zu betreiben.

Ende 2004 wird der Löschzug Ippendorf aufgelöst. Selbst eine Werbeveranstaltung am 24. Juli 2004 am Feuerwehrhaus Ippendorf (Am Kümpel 4) kann die Auflösung nicht verhindern. Einige Kameraden wechseln zum Löschzug Lengsdorf.

Als Nachfolger von Günther Schatzl wird am 1. Dezember 2005 Jochen Stein neuer Chef der Feuerwehr Bonn.

2006 wird die „Bonner Rufbereitschaft“ aufgelöst. Die Löschzüge werden in „Löscheinheiten“ umbenannt. Im Februar erhält die Löscheinheit Lengsdorf ein neues Löschgruppenfahrzeug, das im Juli in einer Feierstunde von Pfarrer Alfons Adelkamp geweiht wird.

2007 wird der Förderverein der Feuerwehr in Lengsdorf gegründet und am 14. November 2007 unter VR 8829 in das Vereinsregister beim Amtsgericht Bonn eingetragen. Werner Dorn wird zum 1. Vorsitzenden gewählt.

Am 25. und 26. August 2007 feiert der Löschzug Lengsdorf sein 100-jähriges Bestehen.

2008 übernimmt Sascha Klaas die Führung der Löscheinheit.

Am 17. Januar 2014 wird Stefan Lindlau zum Löscheinheitsführer und Uwe Wilksen und Martin Keusen zu seinen Stellvertretern gewählt.

Fortsetzung folgt.