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Brandschutz und Feuerlöschwesen in Bonn

1921

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1922

1922 wird in Geislar die Frei­wil­li­ge Feu­er­weh­r ge­grün­det. Sie ist heu­te die Lösch­ein­heit 22 der Feu­er­wehr Bonn.

1928

1928 wird in Lessenich die Freiwillige Feu­er­weh­r ge­grün­det. Sie besteht bis 2013 und war zuletzt die Lösch­ein­heit 43 der Feu­er­wehr Bonn.

1930

1930 wird in Holtorf die Freiwillige Feu­er­weh­r ge­grün­det. Sie ist heu­te die Lösch­ein­heit 23 Holtorf der Feu­er­wehr Bonn.

Frei­wil­li­ge Feu­er­wehr Bad Go­des­berg: Mann­schafts­wa­gen mit Mo­tor­sprit­ze, Foto von 1930 (Quelle: FF Bonn-Bad Go­des­berg).

1938

1938 werden in Buschdorf und Holzlar Frei­wil­li­ge Feu­er­weh­ren ge­grün­det. Sie sind heu­te die Lösch­ein­heiten 12 und 24 der Feu­er­wehr Bonn.

Die Leute schauten schweigend und furchtsam zu – Die Bonner Ereignisse am 10. November 1938 werden später von der Bonnerin Bonnerin Marie Kahle wie folgt geschildert: „Von der Rheinbrücke sahen wir die schöne alte Synagoge in Flammen stehen. Nichts wurde gerettet. Feuerwehrleute standen herum und verhinderten das Übergreifen des Feuers auf die (übrigen) Häuser. Kein Tropfen Wasser wurde auf das Feuer verspritzt. Soldaten in ihren grauen Uniformen bewachten die Straßen. Niemand durfte näher herangehen. Die Leute standen da und starrten in die Flammen - schweigend, furchtsam.“

Marie Kahle und ihre ganze Familie müssen Anfang 1939 emigrieren, weil sie der jüdischen Ladenbesitzerin Emilie Goldstein nach der „Reichskristallnacht“ beim Aufräumen geholfen hatten.

Wie Otto Neugebauer in seiner Abhandlung berichtet, hatte es zweier Anläufe bedurft, um am 10. November die Bonner Synagoge am Rheinufer zu zerstören. Außerdem hätten vornehmlich auswärtige SS-Männer ihr Unwesen an diesem Tag in Bonn getrieben.

Weiter schreibt Neugebauer: „Unbekannte Männer von auswärts waren es auch, die zwischen 8.30 Uhr und 9.30 Uhr den ersten Versuch machten, durch Übergießen der Bänke des Betsaals mit Benzin die Synagoge in Brand zu setzen. Doch entwickelte sich das Feuer nur sehr zögernd. Von einem Unbekannten wurde um 11.29 Uhr die Feuerwehr alarmiert, die mit einem Löschzug unter Leitung des Feuerwehr-Ingenieurs Josef E. das Feuer rasch eindämmte. Der Polizeidezernent, Standartenführer R., der bald darauf eintraf, stellte den Einsatzleiter der Feuerwehr deshalb zur Rede und befahl ihm, sich auf den Schutz der umliegenden Häuser zu beschränken.“

1940

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Fortsetzung ▷ Bonn 1941-1960

Geschichte des Brandschutzes und des Feuerlöschwesens in Bonn
bis 1600 1601–1700 1701–1800 1801–1850 Gründungen
1851–1900 1901–1920 1921–1940 1941–1960 1961–1980
1981–2000 2001–2005 2006–2010 2011–2015 ab 2016

Quellen: Stadtarchiv Bonn, General-Anzeiger Bonn, Landschaftsverband Rheinland, BF Bonn und folgende Ein­hei­ten der FF Bonn: Bad Go­des­berg, Duis­dorf, En­de­nich, Holz­lar, Lengs­dorf, Meh­lem, Mit­te, Rhein­dorf und Rött­gen.