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Anfang Juni 1961 lösen schwere Unwetter mit enormen Regenmengen nicht nur in Lengsdorf starke Überschwemmungen aus.

An vielen Orten iin West-Deutschland ereignen sich die stärksten Hochwasser seit Jahrzehnten. Schulleiter Heribert Meisel schreibt folgenden Bericht in seine Schulchronik:

„Am 2. Juni 1961 wurde unser Dorf von einer Katastrophe heimgesucht, wie sie seit 1903 nicht mehr erlebt worden war. Am 1. Juni, dem Fronleichnamstage, hatte nach ei­nem an sich schon sehr regenreichen Frühjahr ein heftiger Regen eingesetzt, der un­ver­min­dert 18 Stun­den lang anhielt. Das Bächlein im Mühlental stieg zum reißenden Fluß an, der sich mit wilder Gewalt durch das Tal in die Bachstraße ergoß.“

Fotos vom 2. und 3. Juni 1961 dokumentieren das Ausmaß der Überschwemmung in Lengsdorf ... [Fotos folgen].

Am 30. April 1962 gerät zwischen Höhenweg und Katzenlochbach eine Waldfläche von 1000 m² in Brand. Im Nu sind die Flammen drei bis vier Meter hoch und fressen sich bis in die Gärten und bis auf 20 Meter an die Wohnhäuser heran. Nicht nur die Bonner Be­rufs­feu­er­wehr ist mit drei Einsatzwagen zur Stelle, auch die Freiwilligen Einheiten aus Ippendorf, Duisdorf und Röttgen helfen bei der Brandbekämpfung.

Im November 1963 kommt es durch rutschende Erdmassen zu einem großen Was­ser­stau des Katzenlochbaches. Neben den Feuerwehren aus Lengsdorf, Duisdorf, Rött­gen und Alfter ist hier auch eine Pioniereinheit der Bundeswehr im Einsatz. Durch die gute Zu­sam­men­ar­beit von Feuerwehr, Rotem Kreuz und Bundeswehr kann verhindert wer­den, dass ca. 12.000 m³ Wasser die Straßen Lengsdorf überfluten.

Als Trä­ger der wei­te­ren städ­te­bau­li­chen Ent­wick­lung der Ge­mein­den Duis­dorf, Lengs­dorf, Les­se­nich, Ip­pen­dorf und Rött­gen wird 1964 der „Zweck­ver­band Hardt­berg“ ge­grün­det (Quel­le: Stadt­be­zirk Hardt­berg).

Im April 1964 übernimmt Helmut Behrens in Lengsdorf die Führung der Freiwilligen Feuerwehr Lengsdorf.

1964 wird in Duisdorf die Jugendfeu­er­weh­r ge­grün­det. Sie gehört zur Lösch­ein­heit 41 Duisdorf der Feu­er­wehr Bonn.

1965 werden in Bad Godesberg (1. April) und Lengsdorf Jugendfeu­er­weh­ren ge­grün­det. Sie gehört zu den Lösch­ein­heiten 31 Bad Godesberg und 42 Lengsdorf der Feu­er­wehr Bonn.

1966 werden in Holzlar und Rheindorf Jugendfeu­er­weh­ren ge­grün­det. Sie gehören zu den Lösch­ein­heiten 24 Holzlar und 15 Rheindorf der Feu­er­wehr Bonn.

Nachfolgend eine wahrhaft historische Fotografie aus dem Jahr 1967: Die Frei­wil­li­ge Feu­er­wehr der Ge­mein­de Lengs­dorf bei ei­ner Übung vor dem da­ma­li­gen Ge­rä­te­haus an der Bach­stra­ße (heute: Im Mühlenbach 20). Die Mau­er rechts im Bild ge­hört zur da­ma­li­gen Gast­stät­te Hoff­mann (heu­te: Bür­ger- und Ver­eins­haus).

Das Fahr­zeug mit dem sicht­ba­ren Kenn­zei­chen „BN-2129“ ist ein LF 8 auf Ba­sis ei­nes Opel Blitz (Baujahr um 1957). Wer na­ment­lich die sie­ben Per­so­nen sind, ist der­weil (Mai 2018) nicht be­kannt.

Übung der FF Lengsdorf 1967 vor dem damailgen Feuerwehrgerätehaus (heute: Im Mühlenbach 20)

Zum Zeit­punkt der Auf­nah­me des vor­ge­nann­ten Fo­tos ist der Bau ei­ner neu­en Un­ter­kunft schon ge­plant: Der Ar­chi­tekt Karl Jo­hann­wer­ner aus Lengs­dorf stellt am 21. Fe­bru­ar 1967 den Ent­wurf des neu­en Feu­er­wehr­hau­ses fer­tig, dass an der Bachstraße/Ippendorfer Weg (heute: Im Mühlenbach 54) entstehen soll.

Die Zeich­nung des Ar­chi­tek­ten ist wie folgt be­ti­telt:

BAU EINES FEUERWEHRGERÄTEHAUSES MIT 4 WOHNUNGEN
FÜR DIE GEMEINDE LENGSDORF / BONN, BACHSTRASSE - IPPENDORFER - WEG,
FLUR 6, PARZELLE 198 + 200 - MASSTAB 1:100
LENGSDORF, DEN 21. FEBRUAR 1967

1967 wird auch die Städte­part­ner­schaft zwi­schen Duis­dorf und Ville­momb­le be­grün­det. Ville­momb­le ist eine fran­zö­si­sche Ge­mein­de im Dé­parte­ment Seine-Saint-De­­nis (Re­gi­on Île-de-Fran­ce), die etwa 15 km öst­lich von Pa­ris liegt. In­fol­ge der kom­mu­na­len Neu­ord­nung im Raum Bonn be­steht die Part­ner­schaft Ville­mom­bles ab 1969 mit dem Stadt­be­zirk Hardt­berg (Quelle: Stadt­be­zirk Hardt­berg).

Die Jugendfeuerwehr Lengsdorf nimmt erfolgreich am Leistungsnachweis vom 23. bis zum 25. August 1968 in Wesseling teil.

In Teilen von NRW wird am 1. August 1969 eine Gebietsreform durch­ge­führt: Die Städte Bonn, Bad Godesberg und Beuel werden zur kreisfreien Stadt Bonn zusammengelegt. Hinzu kommen u.a. sechs Ge­mein­den des bis­he­ri­gen Amtes Duis­dorf: Busch­dorf, Duis­dorf, Ip­pen­dorf, Lengs­dorf, Les­se­nich und Rött­gen.

Infolge der Gebietsreform in NRW werden die Freiwilligen Feuerwehren der bisher zum Amt Duisdorf gehörenden Ge­mein­den Busch­dorf, Duis­dorf, Ip­pen­dorf, Lengs­dorf, Les­se­nich und Rött­gen am 1. Au­gust 1969 als Lösch­zü­ge in die Feu­er­wehr Bonn über­nom­men, die neben der Be­rufs­feu­er­wehr nun über 21 ehren­amt­li­che Einheiten verfügt.

Erster Löschzugführer des Löschzugs Lengsdorf nach der Eingliederung in die Feu­er­wehr Bonn zum 1. August 1969 wird der bisherige Wehrführer Helmut Behrens.

1969 wird die erst 1966 gegründete Jugendfeuerwehr Rheindorf aufgelöst.

Wappen des Bonner Stadtbezirks Hardtberg – Grafik: Leo Bickert

1970 wird aus den Bon­ner Stadt­tei­len Duis­dorf und Lengs­dorf der Stadt­be­zirk Hardt­berg ge­bil­det. 1983 wer­den noch die dann neu be­nann­ten Stadt­tei­le Brü­ser Berg und Hardt­hö­he hin­zu kom­men (Quelle: Stadt­be­zirk Hardt­berg).

Franz Schiffer führt die Freiwillige Feuerwehr Ippendorf von 1970 bis 1988. Für seine Ver­diens­te wird er mit dem Feu­er­wehr-Ehren­zei­chen in Silber ausgezeichnet.

1970 wird in Dransdorf die Jugendfeu­er­weh­r ge­grün­det. Sie gehört zur Lösch­ein­heit 13 Dransdorf der Feu­er­wehr Bonn.

Richtfest des neuen Feuerwehrhauses
Richtfest des neuen Feuerwehrhauses

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Links, Be­rich­te und Do­ku­men­te zur Geschichte

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Städtepartnerschaft mit Villemomble

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