Chronologievor Christus 0‑500 501‑10001001‑15001501‑1550

0-500

v.Chr. | 1. Jh. | 50 | 64 | 2. Jh. | 110 | 120 | 3. Jh. | 250 | 4. Jh. | 304 | 5. Jh. | 401 | 500 | 6. Jh.

Nach Christi Geburt

1. Jahrhundert

Eine große Feuersbrunst im Jahr 6 nach Christus in Rom veranlasst Kaiser Augustus, anstelle der Feuerwehr von 600 Sklaven, die er 21 vor Christus geschaffen hatte, sieben Wachkohorten von je 1.000 bis 1.200 Freigelassenen zu werben und sie einem Präfekten aus dem Ritterstand zu unterstellen. Den Feuerlöschdienst versehen die Wasserträger, Spritzenleute und die Leute mit Löschdecken. Außer Waffen tragen die Leute folgende Geräte mit sich: Löschdecken aus Lumpen, Löscheimer, langstielige Äxte, Beile, Sägen, Hämmer, Leitern, Einreißhaken, Stangen und Schwämme.

Rund 500.000 Schriftrollen der Bibliothek von Alexandria verbrennen im Jahr 48 nach Christus. Lediglich 200.000 Schriftrollen, die wegen Platzmangel im Tempel des Serapis eingelagert sind, bleiben erhalten. 

50 nach Christus richtet Kaiser Claudius in der römischen Hafenstadt Ostia eine 700 Mann starke Wach- und Feuerwehrtruppe ein.

Als größte Brandkatastrophe des Altertums gilt der Brand von Rom in den Tagen vom 19. bis 28. Juni des Jahres 64 nach Christus. Die Ursache – manche vermuten Brandstiftung auf Veranlassung des Kaisers Nero – ist nie ganz aufgeklärt worden. Dass die Christen, denen Nero die Schuld zuschob, unschuldig waren, hat 60 Jahre später Plinius durch amtliche Untersuchungen festgestellt. Beim Wiederaufbau der Stadt hat man auf den Brandschutz weitgehendst Rücksicht genommen, durch den Bau von breiten Straßen, regelmäßigen Häuserfronten, Einschränkung der Holzbauweise und der Stockwerkszahl.


2. Jahrhundert

Heron von Alexan­dria – ein Ge­lehr­ter, Tech­ni­ker und Ma­the­ma­ti­ker – be­schreibt 110 n.Chr. in sei­nem Buch über pneu­ma­ti­sche und hy­drau­li­sche Ap­pa­ra­te als ers­ter die „Si­pho­ne, die man bei den Feu­ers­brüns­ten anwendet“, als trag­ba­re, zwei­zy­lin­dri­ge Kol­ben­pump­wer­ke aus Bron­ze mit Was­ser­kas­ten und ei­ner Art Wen­de­strahl­rohr.

Lösch­was­ser durch Och­sen­där­me an ge­fähr­de­te Stel­len zu lei­ten schlägt Apol­lo­do­r von Da­mas­kus 120 n.Chr. in sei­nem Werk über die Be­la­ge­rungs­tech­nik vor. Vor die Där­me sol­len was­ser­ge­füll­te Le­der­säcke ge­bun­den wer­den, die zu­sam­men­gedrückt wer­den und das Was­ser hin­auf­trei­ben. Apol­lo­dor be­schreibt auch die Ur­form der Steck­leitern, die aus meh­re­ren Teil­stücken zu­sam­men­setz­ba­re rö­mi­sche Lei­ter (scala romana).


3. Jahrhundert

Die römische Kaiserstadt Trier (Augusta Treverorum) erhält 250 eine künstliche Was­ser­ver­sor­gung. Durch einen 12 km langen gedeckten Kanal wird Wasser aus der „Riveris“ ins Amphitheater, den Kaiserpalast und die Bäder geleitet. Anfang des Mittelalters verfällt der Kanal.


4. Jahrhundert

Zur Zeit der letz­ten Chris­ten­ver­fol­gung un­ter Kai­ser Dio­cle­ti­an leb­te in der Pro­vinz No­ri­cum (Ober­ös­ter­reich) der rö­mi­sche Staats­be­am­te Flo­ri­a­nus als pen­si­o­nier­ter Vor­stand der Kanz­lei des Statt­hal­ters zu Ce­ti­um (St. Pöl­ten).

Nach der Le­gen­de wird er we­gen sei­nes Ein­tre­tens für christ­li­che Sol­da­ten vom Statt­hal­ter Aqui­li­nus in Lau­ri­a­cum (Lorch-Enns), der Gar­ni­son der II. ita­li­e­ni­schen Le­gi­on, ver­haf­tet, mit Sen­gen und Bren­nen bis zur Be­wusst­lo­sig­keit ge­fol­tert und schließ­lich am 4. Mai 304 mit ei­nem um den Hals ge­bun­de­nen Stein in die Enns ge­stürzt.

Al­le Be­ru­fe, die mit Bren­nen und Lö­schen zu tun ha­ben – vor­an die Feu­er­weh­ren – ha­ben Flo­ri­an von Lorch zu ih­rem Patron ge­wählt. Der Zeit­punkt der Hei­lig­spre­chung Flo­ri­ans lässt sich nicht mehr nach­voll­zie­hen, es soll aber vor oder im Hoch­mit­tel­al­ter ge­we­sen sein. 


5. Jahrhundert

...


Links, Berichte und Dokumente zur Geschichte