1501‑15501551‑16001601‑1650 1651‑1700 1701‑17501751‑18001801‑1820

1651-1700

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1651

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1655

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1656

Am 2. Mai 1656 bricht mit­ten in der dicht be­bau­ten In­nen­stadt von Aachen in der Ja­kob­stra­ße in der Back­stu­be des Bäcker­meis­ters Peter Maw ein Feuer aus und kann nicht mehr un­ter Kon­trol­le ge­bracht wer­den.

Es brei­tet sich in­ner­halb von 20 Stun­den über die ganze Stadt aus und hin­terlässt ei­nen gro­ßen Trüm­mer­hau­fen: Von den 5.300 Häu­sern wer­den 4.664 zer­stört.

Gemälde des großen Stadtbrandes von Aachen 1656 (unbekannter Maler, 17./18. Jh.)
Gemälde des großen Stadtbrandes von Aachen 1656 (unbekannter Maler, 17./18. Jh.)

1666

London

London schläft, als das Unglück über die Stadt kommt. Wahrscheinlich ist es nur ein Funke, der in der Nacht aus einem Ofen springt. Doch das große Feuer, das vom 2. September 1666 an vier Tage lang in der Stadt wütet, soll das Aussehen der britischen Hauptstadt für immer verändern.

Als es unter Kontrolle gebracht wird, sind 80 Prozent der City of London, der historischen Altstadt, zerstört. Heute befindet sich dort das Finanzzentrum Europas.

Wie durch ein Wunder kommen nur wenige Menschen zu Tode. Doch Zehntausende sind obdachlos und haben alles verloren. Die mittelalterliche St.-Pauls-Kathedrale, das Wahrzeichen der Stadt, ist nur noch ein Haufen Schutt und Asche.

Gemälde des großen Stadtbrandes von London 1666 (Maler unbekannt))
Gemälde des großen Stadtbrandes von London 1666 (Maler unbekannt))
Das Stadttor Newgate während des Großen Feuers von London 1666 (Ölgemälde)
Das Stadttor Newgate während des Großen Feuers von London 1666 (Ölgemälde)

1669

Jan van der Heyden

Der hol­län­di­sche Kunst­ma­ler Jan van der Heyden (1637-1712) malt nach ei­nem Auf­ent­halt in Lon­don den dor­ti­gen Stadt­brand von 1666. Ver­mut­lich da­von be­ein­flusst, macht er sich ab 1669 um die Wei­ter­ent­wick­lung der Feu­er­wehr ver­dient. Sei­ne größ­te Er­fin­dung ist ein aus Se­gel­tuch ge­schnit­te­ner und aus Bah­nen zu­sam­men­genäh­ter Feu­er­wehr­schlauch, der Ver­bes­se­run­gen in der Lösch­tech­nik er­mög­licht.

Van der Heyden ver­bes­sert aber u.a. auch die Hand­druck­sprit­zen sei­ner Zeit, in­dem er sie klei­ner, mo­bi­ler und leis­tungs­fä­hi­ger macht. Und er ent­wickelt die Rei­hen­schal­tung meh­re­rer Pum­pen zur Druck­er­hö­hung und er­reicht da­durch grö­ße­re Reich­wei­ten für den Was­ser­strahl. 1690 ver­fasst und illus­triert er zu­sam­men mit sei­nem Sohn das Brand­spuiten­boek, das erste Hand­buch zur Brand­be­kämp­fung.

1670

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1672

Am 22. Dezember 1672 wird für Bonn eine Brandordnung erlassen, die bald auch in den umliegenden Dörfern beachtet wird.

Bei Ausbruch eines Brandes wird eine Kirchenglocke geläutet und die Männer des ganzen Dorfes laufen zur Brandstelle. Nachts erfolgt die Alarmierung durch ein Horn. Mit Wagen und Schiebkarren wird das Wasser von Brunnen und aus dem Bach herangefahren. Frau­en und größere Jungen bilden eine Eimerkette bis zur nächsten Wasserstelle.

Nach dem Löschen des Feuers müssen ein paar Männer die Brandwache halten. Wer sich beim Löschen allzusehr „erhitzet und ermüdet“ hat, dem wird ein Mödchen Wein gereicht.

1681

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1691

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1700

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