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1751

1761

Der fränkische Leinenwebermeister Franz Parsch beginnt 1761 mit der Fertigung von Wassereimern aus rohem Leinen, die als Löscheimer guten Absatz finden (Abbildung: Parsch GmbH). 

Die Firma Parsch Schläuche Armaturen GmbH & Co. KG hat heute Ihren Sitz in Ibbenbüren. Siehe auch 1765.
Parsch Schläuche Armaturen ► www.parsch.de

1765

Die Firmengründung der Parsch Schläuche Armaturen GmbH & Co. KG aus Ibbenbüren (Kreis Steinfurt, NRW) geht zurück auf das Jahr 1765 mit der Herstellung von Feuerlöscheimern aus Leinen. Heute produziert das Unternehmen Schläuche für die Feuerwehr und die Industrie, auch für den weltweiten Export. Der Herstellungsprozess umfasst das Zwirnen und Rundweben der synthetischen Garne sowie das Herstellen und Extrudieren der Gummimischungen (Quelle: Parsch-Firmengeschichte).

1777

Bonn – In der Nacht zum 15. Januar 1777 fällt das kurfürstliche Residenzschloss einem ver­hee­ren­den Brand zum Opfer.

Das kurfürstliche Residenzschloss fällt in der Nacht zum 15. Januar 1777 einem verheerenden Brand zum Opfer.
Das kurfürstliche Residenzschloss fällt in der Nacht zum 15. Januar 1777 einem verheerenden Brand zum Opfer.

Das Schloss brennt in vier Tagen völlig nieder. Durch das Flugfeuer werden 13 weitere Brän­de ausgelöst, die viele Gebäude zerstören. Die späte Alarmierung durch die Turm­wa­che und die unkoordinierte und wenig leistungsfähige Brandbekämpfung sol­len ur­säch­lich gewesen sein.

1785

1785 brennt der Ortskern von Stommeln (heute zu Pulheim, Rhein-Erft-Kreis, NRW). Das Großfeuer bricht im „alten Herrengericht“ (heute Café) aus. Auf dem Gehöft wird eine Hochzeitsfeier abgehalten. Durch unvorsichtiges Hantieren mit offenem Feuer – es soll ein Feuerwerk abgebrannt werden – geraten die Hofscheune und Nebengebäude in Brand. Das schnell um sich greifende Feuer findet reichlich Nahrung durch die mit Stroh gedeckten Dächer der Häuser. Die Stommelner retten, was sie können.

1795

Am 28. April 1795 brennen auf dem Lindenberg, dem höchsten Punkt des Dorfes Hävern (heute zu Petershagen, Kreis Minden Lübbecke, NRW) vier Höfe und das alte Schulgebäude ab. Zwei tote Einwohner, verbrannte Viehbestände und große materielle Verluste sind die Folge. In einem Kraftakt werden in den folgenden Jahren alle Häuser wieder aufgebaut. Die meisten stehen heute noch und wurden während der vergangenen Jahre sehr stilvoll renoviert (Quelle: Kulturgemeinschaft Hävern).

Am 26. Mai 1795 vernichtet ein Feuer in Blatzheim (heute zu Kerpen, Rhein-Erft-Kreis, NRW) fast den ganzen Ort. 54 Häuser, Scheunen, Ställe, Pastorat, Vikarie und das Pfarrhaus werden ein Raub der Flammen, Kühe und Pferde kommen um. Die Kirche übersteht das Feuer, das Dach wird jedoch völlig zerstört. Es entsteht ein Schaden von insgesamt 428.300 Reichstalern, der genau spezifiziert wird. Der Schultheiss (Bürgermeister) schreibt an die Bezirksverwaltung nach Bonn:

„Ich muß die gestern abend entstandene Feuersbrunst im Dorf Blatzheim anzeigen, um mitleid und beihülf zu erringen … Der verunglückten Einwohner lärmendes bitten und herzbrechendes anhalten bewog mich … bitten die Vorstellung zu thun … damit noch vor der aerndte sich so viel im bauen versehen könnten, ihre früchten unterbringen zu können.“

Johann Vogt, einer der Blatzheimer Brandgeschädigten, bittet darum, seinen im jülischen Golzheim wohnenden Sohn von Belastung zu befreien, um „seinen verünglückten Vater kräftig unterstützen zu können …“ Dann würdet ihr auf diese Art etwas zur Erleichterung eines Mannes (welcher durch den Brand bei zwölftausend taler verlohre) bewirken (Quelle: NRW-Hauptstaatsarchiv, Rhein/Maas, Nr. 668 und 669).

1800

Bonn – Die Remigiuskirche wird 1800 durch ein Feuer zerstört.

Die „Brandordnung für die Ge­mein­de Bonn“ wird erlassen. In dieser und folgenden Brandordnungen wird festgelegt, wer die verschiedenen Brandspritzen zu besetzten hat. Acht solcher Spritzen waren im Stadt­ge­biet verteilt. Die letzte Brandordnung hatte schon erste Anzeichen einer Pflicht­feu­er­wehr und blieb bis 1877 in Kraft.