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1821-1840

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1821

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1822

Norwegen

Beim Brand der Stabkirche am 26. Mai 1822 im norwegischen Grue sterben beim Hochamt am ersten Pfingsttag 116 Menschen.

1823

Vatikan

Am Abend des 15. Juli 1823 setzt ein am Dach arbeitender Handwerker durch Unachtsamkeit die Kirche Sankt Paul vor den Mauern im Vatikan (Rom, Italien) in Brand. Das aus dem vierten Jahrhundert stammende Gotteshaus – ein Zeugnis vor­christ­li­cher und byzantinischer Zeit, der Renaissance und des Barock – wird vom Feuer stark beschädigt und in großen Teilen zerstört.

Die Basilika wird nach dem Vorbild des Originals wieder aufgebaut, wobei die vom Feuer verschonten Teile wiederverwendet werden. Am 10. Dezember 1844 wird die „neue“ Basilika geweiht (Quelle: Geschichte der Basilika St. Paul vor den Mauern u.a.).

In Ko­chen­dorf (heu­te zu Bad Fried­richs­hall, LK Heil­bronn, Ba­den-Würt­tem­berg) grün­det Adam Ba­chert am 17. De­zem­ber 1823 ei­ne Werk­stät­te für Glo­cken- und Gelb­guss sowie für die Fer­ti­gung von Pum­pen und Feu­er­sprit­zen.

1824

Castrop-Rauxel

Ers­te Auf­zeich­nun­gen über ei­ne Art von Feu­er­wehr im heu­ti­gen NRW stam­men aus dem Jahr 1824. Der Hei­mat­for­scher Carl Schrö­der be­rich­tet in den Bei­trä­gen zur Ge­schich­te der Stadt Cas­trop-Rau­xel (Kreis Recklinghausen):

Am 7. März 1824 des Abends einviertel nach neun Uhr brach in der Scheune des Hauses Herrn Justiz-Kommissars Schmieding, welches Herr Doctor Medicinas Jansen zur Miethe bewohnte, Feuer aus, welches in einem Augenblick sich ebenfalls unter dem Dach des Wohnhauses verbreitete. Durch Hilfe der vielen herbey geeilten Menschen wurde das Feuer bald gelöscht, und es verbrannten blos die Dächer des erwähnten Gebäudes. Außer der hiesen Sprütze waren diejenigen von Rauxel und Merklinde herbey geeilt, und haben diese sich sämtlich im besten Zustand befundenen Feuer-Sprützen treffliche Dienste bey diesem Brand geleistet.

Wenn hier von einer „Feuer-Sprütze“, die aus Rauxel „herbey geeilt war“, die Rede ist, dann wird sie wohl von den Bewohnern des Dorfes, die in der Lage waren, die Spritze zu bedienen und sie „im besten Zustend“ zu erhalten, zur Brandstelle geschafft worden sein (Quelle: LZ Rauxel-Dorf).

1825

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1826

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1827

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1828

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1829

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1830

Bonn – Oberbürgermeister Joseph Windeck erlässt im April 1830 eine neue Feuerlöschordnung für die Stadt Bonn. Verantwortlich für den Feuerschutz ist nun der Oberbürgermeister oder ein von ihm bestimmter Vertreter. Als technischer Berater steht ihm ein so genannter Löschungsrat zur Seite (Quelle: Heimatblätter für Bonn und Umgebung, 1953).

Schottland

Die ersten modernen Standards für den Betrieb einer Feuerwehr werden 1830 im schottischen Edinburgh (Vereinigtes Königreich) ausgearbeitet. Hierin wird festgelegt, wie eine Feuerwehr auszubilden und auszustatten ist und was sie können muss (Quelle: US National Academies of Emergency Dispatch).

1831

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1832

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1833

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1834

Olsberg

Vor der Entstehung von Freiwilligen Feuerwehren bestehen im Amt Bigge (heute Ols­berg, Hoch­sau­er­land­kreis NRW) bereits Pflichtfeuerwehren. Der äl­tes­te Hinweis auf eine Pflichtfeuerwehr im Dorf Olsberg stammt aus 1834. Die erste Freiwillige Feuerwehr in Bigge wird erst 1879 gegründet (Quelle: LZ Big­ge/Ols­berg).

1835

USA

Am 16. Dezember 1835 bricht in New York City (New York, USA) ein Groß­brand aus, das große Teile der Stadt in Schutt und Asche legt. Wegen der großen Kälte, die die meisten Wasservorräte zum Frieren gebracht hat, ist eine Brand­be­kämp­fung nahezu unmöglich. Wie durch ein Wunder kommen bei der Ka­tas­tro­phe nur zwei Menschen ums Leben.

1836

Bergheim

In Glesch (heute zu Bergheim, Rhein-Erft-Kreis, NRW) wird 1836 ein sogenanntes „Brandchorps“ gegründet, zu dem 20 Feuerwehrleute die sogenannten „Pompiers“ und eine Rettungskompanie gehörten. Eine Urkunde, die im Glescher Feuerwehrhaus zu sehen ist, bestätigt diese Gründung. Die Löschgruppe Glesch gehört heute zur Freiwilligen Feuerwehr Bergheim (Quelle: KFV Rhein-Erft).

Aachen

Am 12. März 1836 tritt die „Feuerlösch-Ordnung für den Stadtkreis Aachen“ in Kraft. Acht Tage später – am 20. März 1836 – wird im Krönungssaal des Rathauses offiziell das „Stadt Aachener Brandcorps“ – heute: Berufsfeuerwehr Aachen – gegründet (Quelle: Stadtarchiv Aachen).

Ippendorf – Das Ippendorfer Brandkorps – der Vorläufer der Freiwilligen Feuerwehr – wurde 1836 von dem Zimmermann Peter Brack  geleitet. Sein Stellvertreter war der Maurer Jacob Münch. Alle männlichen Einwohner hatten ganz bestimmte Aufgaben im Ka­tas­tro­phen­fall zu erfüllen. Rohrführer war Michael Strahl, sein Stellvertreter Heinrich Michels. Zwölf Leu­te waren zum Pumpendienst eingeteilt. Leitermeister war Peter Ernst Schmitt mit fünf Ge­hil­fen. Die größte Anzahl an Leuten hatte mit 22 Mann der Hackenmeister Peter Hamscheid unter sich.

Um diese Zeit verzeichnet man in Ippendorf den ganz großen Fortschritt. Nun ist schon eine Feuerspritze vorhanden. Außerdem stehen Schlauch, Rohr, eine Leiter, zwei Hacken und sechs Löscheimer für die Feuerwehrleute bereit.

Die Spritze gehört aber nicht den Ippendorfern allein. Sie wurde zusammen mit dem Nachbarort Lengsdorf gekauft, war aber in Ippendorf stationiert. Wenn es in Lengsdorf brennt, können die Ippendorfer mit der bespannten Spritze bergab rasen und den Lengsdorfern zu Hilfe eilen.

1837

USA

Der Eisenbahnunfall am 11. August 1837 in Suffolk (Virginia, USA) ist der erste Frontalzusammenstoß zweier Züge mit Todesopfern in der Geschichte der Eisenbahn.

Russland

Am 29. Dezember 1837 brennt der Winterpalast in Sankt Petersburg – eine Residenz des Zaren – völlig aus. Das Feuer dauert 30 Stunden.

1838

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1839

Gummersbach

Schon 1839 wird für die in Berghausen (heute zu Gummersbach, Oberbergischer Kreis, NRW) befindliche Brandspritze der Bau eines Spritzenhauses angeregt, weil die Miete von 3 Talern zur Unterbringung der Brandspritze scheinbar recht hoch war. Das geht aus einem Brief vom 19. April 1839 an die königlichen Regierung zu Köln, Abteilung des Inneren hervor.

Daraufhin beschließt der Gemeinderat von Gimborn den Bau eines Spritzenhauses. Man kauft von dem Acker von Friedrich Zapp aus Hagen ein Grundstück in Berghausen und am 14. Juli 1843 erhält der Steinhauer Wilhelm Bick aus Würden den Auftrag zum Bau des Spritzenhauses für die Summe von 48 Talern, 14 Silbergroschen und 9 Pfennigen.

Aus einem weiteren Schreiben vom 21.November 1844 geht hervor, dass das Spritzenhaus erstellt und der Betrag abgerechnet wird. Der Standort des Spritzenhauses ist auf dem Espenweg, gegenüber der Einmündung Glockenweg. Die 1931 gegründete FF Berghausen ist heute eine Löschgruppe der FF Gummersbach (Quelle: LZ Berghausen).

1840

LK Sonneberg

Die Stadt Sonneberg (LK Sonneberg, Thüringen) wird 1840 durch ein Großfeuer nahezu vollständig zerstört. Daraufhin machen sich die Sonneberger mehr Gedanken um Brandschutz und Brandbekämpfung. Sie stellen fest, dass Löschmittel nicht ausreichend vorhanden sind und die Ausbildung der Löschmannschaften ungenügend ist. Die Leitung der Brandbekämpfung, die sich der Bürgermeister, der Oberamtsmann und zwei Ratsherren teilten, funktionierte beim Stadtbrand nicht, weil sie weder „fachmännisch noch einheitlich“ war (Quelle: FF Sonneberg).

Ratingen

Der Bürgermeister von Ratingen (Kreis Mettmann, NRW) erlässt am 20. Mai 1840 die Feuerlösch-Ordnung für die Bürgermeistereien Ratingen, Eckamp und Mintard [PDF]. Die „Abtheilung des Innern“ der Königlichen Regierung in Düs­sel­dorf genehmigt den Erlass am 18. September 1842 (Quelle: Universität Düsseldorf).


Links, Berichte und Dokumente zur Geschichte