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1841

1842

Carl Metz grün­det 1842 in Hei­del­berg (Ba­den-Würt­tem­berg) die Ma­schi­nen­fa­brik Metz als erste Spe­zi­al­fa­brik der Welt zur Her­stel­lung von Feu­er­lö­sch- und Ret­tungs­ge­rä­ten. Das Un­ter­neh­men fir­miert heu­te in Karls­ru­he un­ter dem Na­men „Metz Aerials“ und ge­hört zur Ro­sen­bau­er-Grup­pe (Quelle: Metz-Fir­men­ge­schic­hte).

In Ham­burg kommt es in der Nacht zum 5. Mai 1842 zu ei­nem Groß­brand, der 100 Men­sche­nl­eben for­dert und bei dem 75 Stra­ßen mit über 4.200 Wohn­häu­sern zer­stört wer­den (Quelle: Ham­bur­ger Staats­ar­chiv).

1843

Im Kreis Soest (NRW) wird am 4. September 1843 durch den königlichen Regierungs- und Landrat Florens von Bockum-Dolffs die Feuerpolizei-Ordnung für den Kreis Soest mit Ausschluss der Städte Soest und Werl erlassen (Quelle: FF Welver).

1844

1845

In einer Walölfabrik in New York City City (New York, USA) bricht am 16. Juli 1845 ein Feuer aus, das rasch auf große Teile der Downtown übergreift, die sich von einem Feuer im Jahr 1835 noch nicht erholt hat. Zahlreiche Blocks brennen bis auf die Grundmauern nieder, 30 Menschen kommen ums Leben.

1846

1847

1847 sind im Haushalt der Gemeinde Lengsdorf 2 Taler für Feu­er­schutz­ge­rä­te vorgesehen, 1850 sogar 5 Taler.

Am 23. März 1847 zerstört ein Großbrand in Bukarest (Rumänien) rund 2.000 Häuser. Nach einer überregionalen Hilfsaktion erfolgt ein planmäßiger Wie­der­auf­bau der rumänischen Hauptstadt.

In München (Bayern) wird am 4. April 1847 der Hauptbahnhof durch einen Groß­brand zerstört. Verletzt wird dabei niemand. Die Brandursache kann nicht geklärt werden. Am 5. April 1847 entscheidet der bayerische König, dass der neue Bahnhof an der Schießstätte zu bauen sei. Der bisherige Bahnhof auf dem Marsfeld muss bis zur Fertigstellung des neuen Bahnhofs im November 1847 provisorisch wiederhergestellt werden.

Auf dem Rad­dam­pfer „Phoe­nix“ set­zen am 22. No­vem­ber 1847 über­hitz­te Dampf­kes­sel die Holz­ver­klei­dung des Dam­pfers in Brand, der da­rauf­hin in Flam­men auf­geht und fünf Ki­lo­me­ter vor She­boy­gan (Wisconsin, USA) auf dem Mi­chi­gan­see aus­brennt. Et­wa 250 Men­schen ster­ben bei ei­nem der schwers­ten Schiffs­un­glü­cke auf den Gro­ßen Se­en.

1848

Um 1848 waren die meisten Häuser in Ippendorf mit Dach­zie­geln ge­deckt, und von den 79 Gebäuden waren schon 62 feuerversichert.

Vor Llandudno an der wa­li­si­schen Küs­te (Ver­ei­nig­tes Kö­nig­reich) geht am 24. Au­gust 1848 die Bark „Ocean Monarch“ in Flam­men auf. In der Nä­he be­find­li­che Schif­fe kön­nen 208 Men­schen ret­ten, doch 178 Pas­sa­gie­re und Be­sat­zungs­mit­glie­der kom­men ums Le­ben.

1849

1850

1851

Die Firma Telegraphen-Bauanstalt von Siemens & Halske (heute: Siemens) errichtet 1851 in Berlin das erste elektrische Feu­er­mel­de­netz der Welt. Im gleichen Jahr wird die Be­rufs­feu­er­wehr Ber­lin gegründet (Quelle: Siemens u.a.).

Der preußische Polizeipräsident Karl Ludwig Friedrich von Hinckeldey veranlasst den Bau einer Telegrafenanlage, um Brand- und Unglücksstellen schneller be­kannt zu machen. Er beauftragt den damaligen Bauinspektor und Ober­sprit­zen­kom­mis­sa­ri­us Lud­wig Carl Sca­bell mit dem Aufbau einer Berufsfeuerwehr.

Am 1. Februar 1851 wird Scabell zum Leiter der ers­ten Berufsfeuerwehr Deutschlands er­nannt. Er kommandiert insgesamt 971 Lösch­kräf­te, die über die seinerzeit modernsten Handdruckspritzen und Geräte verfügen und nach den neuesten Methoden geschult wa­ren (Quelle: Fw Berlin u.a.).

1852

1852

1853

1854

1855

1855 S

Textpassage von 1855:

Im Allgemeinen liegt das Löschwesen noch sehr im Argen ... ihre Vorschriften nehmen sich auf dem Papier theilweise ganz gut aus, sind aber in der Praxis entweder ohne Anwendung oder sogar unausführbar.

Quelle: ............

1856

1857

1858

Bonn – Der Bonner Bürgermeister Leopold Kaufmann (1821-1898) ruft die Bürgerschaft 1858 zur Einrichtung einer Feuerwehr auf, wie sie bereits in anderen Städten besteht. Der Erfolg des Aufruf ist aber gleich Null, denn es meldet sich niemand zum Dienst.

Bild: Leopold Kaufmann, Lithographie von C. Ad. Foegen (erwähnt 1841), Stadtarchiv Bonn.

Ippendorf – In der Nacht zum 1. Februar 1858 bricht im Hause des Heinrich Adeneuer in der Küm­pels­gas­se 4 ein Feuer aus. Die Scheune und die Stallungen brennen gänzlich ab, nur das Wohnhaus kann gerettet werden.

Der raschen Hilfe der Nachbarschaft hat Adeneuer es zu verdanken, dass das Feuer nicht weiter um sich greift. Zum Glück ist er schon bei der Rheinischen Provinzial Feuersozietät versichert.

13. Juni 1858: Bis zu 250 Passagiere und Besatzungsmitglieder kommen ums Leben, als auf dem Mississippi River in der Nähe von Memphis die Kessel des Raddampfers Pennsylvania explodieren und das Schiff abbrennt.

13. September 1858: Bei dem durch ein Feuer an Bord verursachten Untergang des deutschen Passagierdampfers Austria sterben 471 Passagiere und Besatzungsmitglieder.

1859

Beim großen Stadtbrand von Rodenberg (LK Schaumburg, Niedersachsen) am 5. November 1859 brennt unter anderem auch das Schloss Rodenberg ab.

Im Schloss Frederiksborg, der dänischen Königsresidenz in Hillerød auf der Insel Seeland wütet ein am Vortag begonnener Großbrand, der das gesamte Hauptgebäude des Wasserschlosses zerstört.

1860

Ippendorf – In den 1860er-Jahren ist in Ippendorf eine fahrbahre Feuerspritze stationiert, an deren Beschaffung auch die Ortschaft Lengsdorf finanziell beteiligt war.

In den 1860er-Jahren wird in Lengsdorf angeregt, eine neue Feuerspritze und fünf Brandeimer aus Segeltuch zu kaufen. Der Gemeinderat lehnt dies jedoch im Jahre 1867 mit der Be­grün­dung ab, dass Lengsdorf ja an der in Ippendorf stationierten Spritze beteiligt sei:

Einen Segeltucheimer habe man schon einmal gehabt, der sei beim Brand in Duisdorf völ­lig zerstört worden und habe sich nicht bewährt. Überdies hätten die Leute auf dem Lan­de al­le selbst „Eimer und Büdden“ für diesen Zweck.